Wie druckt man eine Hochzeitszeitung

Der Druck hängt sowohl von den technischen als auch den finanziellen Möglichkeiten ab. Der Traum eines jeden Hochzeitszeitungsverlegers ist sicherlich, die Exemplare auf echtem Zeitungspapier drucken zu lassen, mit echter Druckerschwärze. Dabei sollte man jedoch wissen, dass es ungefähr gleich teuer ist, ob man 10 oder 10000 Exemplare drucken lassen möchte: Es muss eine Druckplatte erstellt werden, die Lithografie usw. muss stimmen, alles Arbeit für Experten, die einen hohen Stundensatz erwarten (und auch wert sind).
So gibt es eigentlich nur zwei sinnvolle Alternativen: Den Farbtintenstrahldrucker bis 100 Exemplare, darüber sollte es dann ein Farblaserdrucker sein. Damit es eine “richtige” Zeitung wird, sollte der Ausdruck auf DIN A3 Papier erfolgen, das dann doppelseitig bedruckt zu DIN A4 gefaltet wird. Hier warten die ersten Hürden: Kaum jemand hat einen DIN A3-Drucker zu Hause. So kann entweder der Gang zum Copyshop eine Lösung sein, oder auch der Firmendrucker mit einer großzügigen Spende in die Kaffeekasse. Wer es richtig nett machen möchte, besorgt auch ein Papierschneidegerät. Die wenigsten A3-Drucker beherrschen nämlich den randlosen Druck, sodass unschöne (weil zeitungsuntypische) Ränder auf den Seiten entstehen würden. Gerade beim Zuschneiden und Klammern der einzelnen Blätter sollte man einige Übungsdurchläufe einplanen, da hier im wahrsten Sinne des Wortes schnell etwas schief gehen kann.

Sind dann alle Hochzeitszeitungen auf Papier gebracht, gefalzt und geklammert, dann ist schon eine Menge geschafft. Nun wäre es vermessen, die Zeitung einfach so an alle Gäste zu verschenken: Vielmehr wird sie von mitfeiernden Kindern zu einem symbolischen Preis von z.B. 2 Euro verkauft. Das Geld kommt dem Brautpaar dann als zusätzliches Hochzeitsgeschenk zugute.